Erstgespräch Sprechzeiten Abrechnung Qualitätssicherung


Abrechnung


Da die Psychotherapieverfahren, in denen ich über international anerkannte Abschlüsse verfüge, im deutschen Gesundheitssystem nicht als Richtlinienverfahren anerkannt sind, ist eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse leider in aller Regel nicht möglich. Es ist mir wichtig, dass die Kostenübernahme Ihrer Behandlung vor Aufnahme einer Therapie geklärt ist. Hierbei unterstütze ich Sie gerne.

Die Kosten für die Psychotherapie in einer Privatpraxis können durch folgende Instanzen getragen werden:
  • Private Krankenversicherung
  • Beihilfe
  • Selbstzahler
  • Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen
  • Berufsgenossenschaften
  • Unfallversicherungen

Private Krankenversicherung

Als Privatversicherter hängt die Kostenerstattung von dem Vertrag ab, den Sie mit Ihrer Versicherung abgeschlossen haben. Die Versicherungen unterscheiden sich jedoch im gewährten Leistungsumfang (z.B. Anzahl der Therapiestunden) bzw. bezüglich der Formalitäten für die Kostenübernahme bei Inanpruchnahme einer Psychotherapie (Erstellung eines Antrages durch den Psychotherapeuten). Bitte klären Sie mit Ihrer Versicherung die Kostenübernahme Ihrer Behandlung vor Beginn einer Therapie ab.

Beihilfe

Bei Versicherten, die beihilfeberechtigt sind, gilt die Beihilfeverordnung für Psychotherapie. Dort ist einheitlich geregelt, dass eine Kostenübernahme für Verhaltenstherapie besteht. Falls mehr als 10 Sitzungen Psychotherapie erforderlich sind, muss ein Antrag bei der Beihilfestelle vorab gestellt werden. Die private Krankenversicherung des Beihilfeberechtigten schließt sich dann dem Bescheid der Beihilfestelle entsprechend an. Die Abrechnung für Beihilfeberechtigte richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten (GOP).

Selbstzahler

Sie haben die Möglichkeit, die Psychotherapie als Selbstzahler in Anspruch zu nehmen. Der Stundensatz richtet sich wie üblich nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP). Ihre Vorteile als Selbstzahler sind:
  • Keine langen Wartezeiten.
  • Keine langwierigen Gutachten zur Kostenübernahme.
  • Keine Auskunft gegenüber Versicherungsgesellschaften oder Dritte. Das bedeutet: keine Sperrfristen bei Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen.
  • Annahme auch dann möglich, wenn Sie als Kassenpatient(in) nach beendeter oder abgebrochener Therapie in der zweijährigen Sperrfrist sind.
  • Privatpatienten, die einen Neuvertrag abgeschlossen haben und sich in "Sperrfristen" befinden bzw. einen Behandlungswunsch nicht angeben wollten, können sich vertrauensvoll an mich wenden.
  • Sie selbst - nach Aufklärung und Empfehlungsaussprache - bestimmen die Dauer und die Frequenz der Beratung/ Begleitung mit.
  • Als Selbstzahler spielen Formalitäten für Sie keine Rolle.
Therapiekosten, die von den Kassen nicht übernommen werden, gelten steuerlich als "außergewöhnliche Belastungen". Diese sind, sofern sie einen bestimmten Betrag überschreiten, i.d.R. von der Steuer absetzbar. Auch können Sie Fahrten zur Praxis geltend machen, und zwar bei Benutzung des PKW mit 0,30 Euro je km und bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit den tatsächlichen Kosten.

Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen

Beim so genannten Kostenerstattungsverfahren werden Ihnen die therapeutischen Sitzungen wie einem privat Versicherten in Rechnung gestellt und Sie reichen diese Rechnung bei Ihrer gesetzlichen Kasse ein. Dies ist allerdings eine Kulanzentscheidung Ihrer Krankenkassen und nur dann möglich, wenn ihre Kasse vorher zustimmt. Vom Gesetz her hat jeder Klient die freie Arztwahl bzw. Therapeutenwahl. Jedoch hängt die Zustimmung der gesetzlichen Krankenkasse für die Kostenübernahme der Therapie in einer privaten Praxis von "medizinischen und sozialen Gründen" ab. Diese Gründe können z.B. unzumutbare Wartezeiten für einen Psychotherapieplatz bei einem kassenzugelassenen Therapeuten sein. Wenn Sie bereits bei mehreren Vertragsbehandlern aufgrund der langen Wartezeiten vergeblich versucht haben, einen Therapieplatz zu bekommen, es aber zum jetzigen Zeitpunkt wichtig für Sie ist, eine Psychotherapie zu beginnen, besteht die Möglichkeit, bei außervertraglichen Behandlern einen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse zu stellen. Zur Sicherstellung der Versorgung sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen verpflichtet, einen Vertragsbehandler zur Verfügung zu stellen. Mehr als drei vergebliche Anfragen bei Vertragsbehandlern sind aus fachlichen Gründen und im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung nicht zumutbar. Es ist nicht die Aufgabe des Patienten, für einen Behandlungsplatz zu sorgen, wenn keiner zur Verfügung steht. Wenn Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkasse nicht zeitnah einen Vertragsbehandler bereitstellen können, sind die Voraussetzungen für eine Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V erfüllt. Das Sozialgericht lehnt Wartefristen, die über sechs Wochen hinausgehen, als unzumutbar ab. Nur in Einzelfällen sind Wartezeiten bis zu drei Monaten bei Erwachsenen zumutbar.

Bitte klären Sie im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse ab, ob diese die Kosten für die Behandlung übernehmen wird.

Berufsgenossenschaften

Eine Berufsgenossenschaft übernimmt immer dann die Kosten für eine Behandlung, wenn der Behandlungsanlaß Folge eines Arbeitsunfalles ist.

Unfallversicherungen

Unfallversicherungen kommen als Kostenträger in Betracht, wenn der Behandlungsanlaß z.B. die Folge eines Verkehrsunfalles ist, den der Unfallgegner verschuldet hat.